Was macht einen guten Calisthenics Park aus Athletensicht aus?

Um diese Frage nicht nur theoretisch zu beantworten, haben wir eine Umfrage in der deutschsprachigen Calisthenics-Community durchgeführt. Sportlerinnen und Sportler mit unterschiedlichen Trainingslevels – überwiegend aus Österreich und vereinzelt aus Deutschland – haben ihre Erfahrungen, Erwartungen und Wünsche an Calisthenics-Anlagen mit uns geteilt. Die Ergebnisse geben spannende Einblicke darin, was einen Outdoor Fitness Park aus Sicht der Community attraktiv macht und welche Faktoren bei der Planung neuer Anlagen beachtet werden sollten.

 

Welche Faktoren einen guten Calisthenics Park ausmachen

Mehrere Aspekte sind der Community besonders wichtig und bestimmen zusammen, wie ein Workout Park bewertet wird. Den Grundstein bilden dabei sowohl die Auswahl als auch die Qualität der Module und des Untergrunds. Erst darauf aufbauend entfalten Aspekte wie Parkgröße und eine durchdachte Anordnung der Trainingsbereiche ihr volles Potenzial.

 

Warum die Qualität der Module entscheidend ist

Auf die Frage, inwiefern die Modulqualität das Training beeinflusst, gab nur ein Prozent der Befragten an, dass es absolut keine Auswirkung habe. Darüber hinaus wurde in den offenen Fragen oft die Wichtigkeit von stabilen Stangen und laufender Wartung betont.

 

Welche Geräte Athleten wirklich nutzen

Bei der Nutzung der Module kristallisiert sich der Fakt heraus, dass viele verschiedene Module von der Community genutzt werden und damit auch ihre Berechtigung haben. Trotzdem zeigt sich klar, dass es nur ein paar wenige Module braucht, um die meisten Sportler:innen zufriedenzustellen. Die zwei beliebtesten Module sind der Barren (P-Bars) und die Klimmzugstange (Pull-Up Bars), was aus sportlicher Sicht Sinn macht, da mit diesen zwei Modulen ein Großteil an Übungen abgedeckt werden kann. Dazu kommt, dass viele Athleten den Boden als eigenes Modul verwenden, was bei der Wahl des Untergrunds beachtet werden sollte.

 

Wieso die Gestaltung und Anordnung der Trainingsbereiche wichtig ist

Die durchdachte Anordnung der Trainingsbereiche wurde bemerkenswert oft erwähnt. Die Community wünscht sich einen Workout Park, der nicht nur toll ausschauen soll, sondern auch toll zum Trainieren sein soll. Kombinationen von Modulen sollten sich ergänzen und nicht im Weg stehen. Dieser Wunsch geht manchmal über den normgerechten Fallraum hinweg. Spezifisch kam auch öfter der Wunsch nach einer alleinstehenden breiten und hohen Stange, wie z.B. der „Freestyle Bar“, um die auch genügend Platz herum sei, damit dynamische Elemente mit einem geringeren Verletzungsrisiko trainiert werden können.

 

Der richtige Untergrund für einen Workout Park

Auch auf die Frage der Untergrundwahl gibt es eine klare Antwort von den Parknutzerinnen und Parknutzern. Gummiböden – egal ob Fallschutzmatten oder EPDM – werden deutlich gegenüber anderen Untergrundvarianten bevorzugt. Dieses Ergebnis unterstreicht nochmals den Fakt, dass der Boden als eigenes Trainingsmodul verwendet wird. Ebenso wurde in den offenen Antworten mehrfach erwähnt, dass der Untergrund entscheidend dafür ist, wie gerne man dort trainiert.

 

Was bedeuten diese Ergebnisse für die Planung?

Wenn keine limitierenden Faktoren wie Platz oder Budget bestehen, empfiehlt es sich, die Wünsche der Parknutzerinnen und Parknutzer bereits in der Planung zu berücksichtigen. Da es leider nicht immer möglich ist alle Vorstellungen umzusetzen bleibt die Frage bestehen, welche Aspekte Priorität haben und auf welche man gegebenenfalls verzichten kann. Die wohl einfachste Lösung ist es die ortsansässigen Sportlerinnen und Sportler zu befragen, um mit ihnen gemeinsam ein Konzept auszuarbeiten, das für alle Beteiligten Sinn macht.

Gerne beraten auch wir Sie dabei und unterstützen Sie bei der Planung einer sportlich sinnvollen Anlage.

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